7 Wege, um sich von schweren Gedanken zu befreien

Von Deepak ChopraÜbersetzungChopra Team Deutschland


7 Wege, um sich von schweren Gedanken zu befreien

Jeder Mensch wird gelegentlich von schweren Gedanken heimgesucht. Das ist eine natürliche Reaktion auf emotionale Traurigkeit und Angst. Sich zu zwingen, unter allen Umständen positiv zu sein, ist eine ständige Belastung und weder praktikabel noch wünschenswert. Wenn die schweren Gedanken jedoch immer wiederkehren und sich festsetzen, gilt es zu wissen, wie wir uns aus der Tristesse befreien können. (Wir sprechen hier nicht von langfristigen Depressionen und Angstzuständen, die ärztliche Hilfe erfordern.)

Die Maßnahmen zur Überwindung schwerer Gedanken stehen jederzeit offen. Sie fallen unter die Kategorie der Bewältigungskompetenzen. Wer davon nur wenig hat, wird unweigerlich von äußeren Kräften und den damit verbundenen Ängsten und Zweifeln stark beeinflusst. Es sind also unsere Bewältigungsfähigkeiten, die über unsere Belastbarkeit und die Widerstandsfähigkeit unserer Gefühle entscheiden. Deshalb können verschiedene Menschen dieselbe Krise durchmachen. Die einen gehen daran zugrunde, andere rappeln sich wieder auf. Je besser wir die Krise bewältigen, desto weniger schwere Gedanken werden in der Folge auftauchen.

Sehen wir uns einige der besten und einfachsten Bewältigungsstrategien an, die wir ab sofort entwickeln können.

1. Fang die Negativität frühzeitig auf

Wenn wir erst einmal tief in Trübsinn oder Angst versunken sind, wird es schwer fallen, wieder aufzustehen. Es gilt also immer, Ausschau zu halten und die ersten Anzeichen von Negativität sofort zu erkennen. Sobald wir einen Stimmungsumschwung in Richtung Reizbarkeit, Wut, Frustration, Sorge oder Pessimismus bemerken, sollten wir sofort inne halten, ein paar Mal tief durchatmen und uns zentrieren. So lassen wir diese Emotionen einfach vorüberziehen, am besten an einem ruhigen und angenehmen Ort oder bei einem Spaziergang an der frischen Luft.

2. Vermeide externe Stressfaktoren

Dunkle Gedanken treten in der Regel unter Stress auf. Wenn es geht, sollten wir uns also einfach von Stressoren entfernen, seien diese eine negative Person, eine angespannte Situation am Arbeitsplatz oder schlechte Nachrichten im Fernsehen. Dunkle Gedanken setzen sich fest, wenn sie verstärkt werden. Lass also nicht zu, dass irgendjemand oder irgendetwas deine schlechte Stimmung verstärkt. Das geht natürlich nur, wenn wir auch die Möglichkeit haben, uns dagegen zu wehren beziehungsweise eine Stresssituation einfach zu verlassen.

3. Entwickle einen hilfreichen inneren Dialog

Etwa 75 bis 80 Prozent aller Menschen führen Selbstgespräche, ein kleiner Teil davon hört sogar innere Unterhaltungen. Wenn die Stimme in unserem Kopf anfängt, Dinge zu sagen, die Sorgen, Angst, Wut, Schuldgefühle, Scham oder mangelndes Selbstwertgefühl auslösen, halte einen Moment inne und sag zu dieser Stimme: „Das bin nicht mehr ich.“ Wiederhole dies so lange, bis die dunklen Gedanken verschwunden sind. Du kannst es auch mit folgendem Satz versuchen: „Ich brauche das nicht mehr, es dient mir nicht.“

4. Umgib dich mit positiven, optimistischen Menschen

Wir alle haben im Freundes- und Familienkreis Menschen, die sich als Miesepeter beschreiben ließen. Sie sind ständig pessimistisch oder beklagen sich über irgendwas. Solche Menschen sehen immer nur den schlimmsten Fall, Gefahr und Scheitern lauern für sie hinter jeder Ecke. Manchmal ist es nur unsere Trägheit, die uns davon abhält, uns von solchen Menschen zu trennen, manchmal stecken wir auch in Situationen fest, denen man nicht entkommen kann. Allerdings sollten wir bewusst versuchen, Freundschaften mit positiven, optimistischen Menschen zu pflegen. Soziologische Studien haben gezeigt, dass die Wahrscheinlichkeit, positive Einstellungen und Verhaltensweisen zu übernehmen, größer ist, wenn diese Einstellungen im Freundes- und Familienkreis vertreten sind.

5. Entwickle eine „Gedankenaustausch“-Strategie

Diese Technik steht im Mittelpunkt der kognitiven Therapie (ein Ansatz, der sich mit Gedanken und Überzeugungen statt mit Gefühlen befasst). Sie besteht darin, negative Gedanken zu hinterfragen, indem man sich fragt, ob sie tatsächlich wahr sind. Wenn wir uns zum Beispiel frustriert fühlen und denken: „Was soll das bringen? Das klappt doch nie“, sollten wir diese Gedanken an der Realität überprüfen. So könnten wir uns sagen: „Manchmal klappt es durchaus bei mir. Ich habe Erfolg gehabt, weil ich beharrlich war. Dies könnte wieder eine dieser Situationen sein.“

Das Geheimnis dabei ist, dass wir dabei genau und ehrlich zu uns selbst sind. Wenn ein negativer Gedanke auftaucht, sollten wir daher erst einmal seine Gültigkeit in Frage stellen. Anstelle von „Niemand liebt mich“ könnten wir diesen Gedanken ersetzen durch: „Meine Mutter liebt mich und ich habe jede Menge gute Freunde. Mit übertriebenem Trübsal und Selbstmitleid helfe ich mir nicht.“ Wenn wir uns erst einmal an das Austauschen eigener Gedanken gewöhnt haben, werden wir erstaunt sein, wie wirksam diese Methode ist.

6. Zentriere dich und löse dich von Erwartungen und Ergebnissen

Losgelöst zu sein kann ein positiver Zustand sein, es ist nicht dasselbe wie gleichgültig oder gelangweilt zu sein. Stattdessen sind wir in uns selbst zentriert, was ermöglicht, Situationen einfach nur zu betrachten, zu bezeugen, ohne davon beeinflusst oder emotional aufgewühlt zu werden. Losgelöstheit entwickelt sich auf natürliche Weise durch die regelmäßige Praxis der Meditation, denn wenn wir einmal die Erfahrung gemacht haben, dass unser Geist eigentlich zentriert, ruhig, ja sogar unerschütterlich ist, lernen wir leicht, jederzeit in diesen ruhigen Geisteszustand zurückzukehren.

7. Bringe „klebrige“ Emotionen in Bewegung

Negative Gefühle haben eine Verbindung zwischen Geist und Körper, die wir körperlich spüren können. Nach einem Anfall von Wut oder Weinen dauert es eine Weile, bis sich der Körper wieder beruhigt. Das liegt an verschiedenen Hormonen, der Stressreaktion und anderen biochemischen Stoffen, die sich nicht sofort abbauen. Wir können diesen Reinigungsprozess auf verschiedene Weise unterstützen:

  • Tief und gleichmäßig atmen
  • Sich hinlegen und ausruhen
  • Im Freien spazieren gehen
  • „Toning“, eine Technik, die spontane Töne nach Belieben entstehen lässt (leises Stöhnen, Ächzen, Schreien usw.). Diese Technik muss persönlich vorgeführt werden, dann kriegst du schnell den Dreh raus.
  • Tiefe, wiederholte Seufzer

Jeder Mensch braucht eine Reihe von Bewältigungsstrategien. Die hier vorgestellten gehören zu den nützlichsten und wirksamsten. Schwere Gedanken müssen unseren Tag nicht trüben. Wir haben es selbst in der Hand, uns von ihnen zu befreien.


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11 der Kommentare

  1. Vera SAUER-NORDENDORF-
    9 Mai 2022 at 22:59

    …..guten Tag, ich habe mich sehr auf die 21.Tage Meditation gefreut-dachte sie wäre kostenlos wie schon die letzten Male und danach auch zu erwerben…….leider nur 7 Tage, ….und dann leider nicht mehr….oder irr ich mich?lg

  2. Thorsten Müeller-
    5 Mai 2022 at 13:41

    Ich bitte um Entschuldigung. Meine gemachte Aussage ist falsch – bezog sich auch auf die akt. laufende 7 Tage Meditation. Die eMail heute enthielt den funktionierenden Link. Keine Meditation auf Facebook, wie vermutet – mein Fehler!
    Sorry.

  3. Thorsten Müeller-
    5 Mai 2022 at 11:01

    Leider scheint es die 7 Tage Meditation nur auf Facebook zu geben. Facebook geht gar nicht. Sehr schade.

  4. 5 Mai 2022 at 6:29

    Hallo, ich hatte mich angemeldet und leider und finde die Meditation nicht. Würde wirklich sehr gerne mitmachen

    Vielen Dank für eure Rückmeldung

  5. Claudia Kunkel-
    14 April 2022 at 20:04

    Vielen Dank für die Information.
    Ich lese sie dankbar und finde sie hilfreich.
    Namaste
    Claudia

  6. Anette Lisa Simon-
    14 April 2022 at 12:09

    Hallo ihr Lieben,
    herzlichen Dank für diesen auch für mich sehr wertvollen Beitrag.
    Was meine bisherigen Erfahrungen betreffen, wähle ich stets zur „Umprogrammierung“ Sätze frei von „nicht“ – wegen dem Unterbewusstsein und ich habe damit auch gleichzeitig sofort ein gutes Gefühl für das Neue.

    Liebe Grüße
    Anette

  7. Karina Scheuer-
    14 April 2022 at 6:58

    … und wenn man stark und zentriert ist, muss man die „Miesepeter“ NICHT aus dem eigenen Umfeld stoßen !

    Wäre der Punkt 4 nicht in diesem Text, dann hätte ich ihn gerne weitergeschickt.

    Aber er ist unmenschlich gegenüber denjenigen, die sich in dieser Zeit den sowieso schon von vielen Mitmenschen erzeugtem Druck wie „man zu sein hat“ oder „was man zu denken hat“ ausgesetzt sind und nicht starkt genug sind sich dem zu entziehen.

    „Miesepeter“ sind auch Menschen; Menschen mit Ängsten, Schuldgefühlen etc. Und ja – fast jeder hat so jemanden in seinem Umfeld, häufig in der eigenen Familie.
    Aber wer die Gegenwart solcher nicht aushält, der muss sich fragen womit er in Resonanz geht…. und „vor der eigen Tür“ kehren.

  8. Renate Rathgeb-
    13 April 2022 at 18:55

    Die 7 Wege sehr hilfreich und gut! ☺️

  9. 13 April 2022 at 11:26

    Wirklich super
    Sehr hilfreich diese 7 Wege
    Herzlichen Dank

  10. Monika Schmidt-
    13 April 2022 at 11:25

    Lieben Dank für diesen Artikel! Er kam genau zur richtigen Zeit. Manchmal ist es wirklich nicht einfach, sich aus dem eigenen Gedankensumpf zu befreien.

  11. Heike Berude-
    13 April 2022 at 8:15

    Vielen Dank!

    Es ist ein sehr hilfreicher Artikel.

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