Die 7 Gesetze glücklicher Beziehungen

Von David Simon  – Chopra Center 


Für die meisten Menschen muss eine ideale Liebesbeziehung auf gemeinsamen Interessen, offener Kommunikation, gegenseitiger Fürsorge und Leidenschaft beruhen. Wenn sie dann nicht in der Lage sind, eine solche emotionale Verbindung herzustellen, kommen sie zu dem Schluss, dass sie sich mehr anstrengen müssen, um eine „ernsthafte“ Beziehung aufzubauen. Ich habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass unbeschwerte, statt „ernsthafte“, Beziehungen im Allgemeinen wünschenswerter sind und länger halten.

Es gibt zwar kein für alle Beziehungen gültiges Patentrezept, aber wer sich ein paar wichtige Grundsätze zu Herzen nimmt, wird Konflikte gewiss reduzieren und den Fluss der Liebe erleichtern. Diese sieben „Gesetze“ beziehen sich vor allem auf intime Partnerschaften, sind aber auch wertvoll für das Führen guter Freundschaften, Verwandschafts- und Geschäftsbeziehungen.

  1. Meine Beziehungen beruhen auf Gleichheit

Beziehungen, die auf Ungleichheit beruhen, mögen überleben, aber sie werden niemals gedeihen. Liebe ist die Einheit, die entsteht, wenn wir uns selbst in anderen und der oder die andere in uns selbst sehen. Trotz unvermeidlicher Unterschiede in Bezug auf Finanzen, Bildung, äußerliche Schönheit oder Intelligenz müssen folgende Sätze in einer Beziehung unanfechtbar für beide Seiten gelten: Ich stehe nicht über dir oder unter dir. Wir sind verschiedene Ausdrucksformen desselben zugrunde liegenden Wesens und daher gleichwertig.

  1. Meine Beziehungen sind Spiegel meines Selbst

Wenn es in einer Beziehung Unstimmigkeiten gibt, sollten wir uns fragen, wie wir dazu beigetragen haben. Bevor wir der anderen Person die Schuld geben, sollten wir unser Herz erforschen und sehen, was wir anders denken, sagen oder tun könnten, um die Dynamik zu verändern. Wer zum Beispiel von der anderen Person mehr Aufmerksamkeit fordert, sollte sich zumindest fragen, ob er oder sie nicht auch selbst etwas aufmerksamer sein könnte. Wer mehr Zuneigung wünscht, könnte vielleicht auch selbst zärtlicher sein…

Wenn wir andere als Spiegel unser selbst betrachten, haben wir die Möglichkeit, eine Person zu ändern, über die wir Kontrolle haben (nämlich uns selbst). Andere ändern zu wollen, führt in der Regel nur zu Frust.

  1. Meine Beziehungen lassen Raum für Veränderung

In Ehestreitereien fällt häufig dieser Satz: „Du bist nicht mehr die Person, die ich geheiratet habe.“ Auch wenn dies in der Regel als Vorwurf gemeint ist, handelt es sich dabei um eine völlig korrekte Feststellung der Realität. Jeder Mensch wird vom Fluss der Veränderung mitgerissen, und zwei Menschen verändern sich nicht unbedingt auf dieselbe Weise und im selben Tempo.

Es gilt daher immer, nach Möglichkeiten zu suchen, wie die Beziehung die unvermeidlichen Veränderungen des Lebens aufnehmen und feiern kann. Gleichzeitig müssen wir versuchen, die Verbindung und das Engagement aufrechtzuerhalten, die über jegliche Veränderung hinausgehen.

  1. In meinen Beziehungen lasse ich die Vergangenheit Vergangenheit sein

In jeder Beziehung kommt es zu Konflikten oder Schwierigkeiten, die Ressentiments hinterlassen. Diese Überbleibsel vergangener Kämpfe werden oft als Waffen im nächsten Streit verwendet.

Die Vergangenheit in die Gegenwart zu tragen, verschärft den Konflikt, hilft uns aber selten, unsere Bedürfnisse zu befriedigen. Wir sollten daher bei der Behandlung eines aktuellen Problems nicht auf vergangene Übertretungen zurückzugreifen.

  1. Ich ziehe es vor, glücklich zu sein, anstatt Recht zu bekommen

Wenn es bei einem Konflikt ums Gewinnen oder Verlieren geht, wird es Zeiten geben, in denen wir das flüchtige Hochgefühl des Siegs oder die vorübergehende Frustration des Verlierens spüren. Gewinnen und Verlieren haben jedoch nichts mit Lieben zu tun…

Die Alternative besteht darin, über die offensichtlichen Unterschiede hinauszuschauen und eine gemeinsame Basis zu suchen. In diesem Fall ist es sehr wichtig, einen zumindest kleinen Schritt in Richtung der anderen Position zu machen und um ein ähnliches Maß an Kompromissbereitschaft zu bitten.

  1. Ich pflege meine Beziehungen mit Aufmerksamkeit, Zuneigung, Wertschätzung und Zeit

Das, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, wird in unserem Leben stärker. Wenn wir also wollen, dass eine Beziehung gedeiht, müssen wir bereit sein, sie mit viel Aufmerksamkeit, Zuneigung, Wertschätzung und Zeit zu nähren. Wir zeigen unsere Prioritäten dadurch, wie viel von diesen lebenswichtigen Bestandteilen wir zu geben bereit sind.

  1. Ich bin bereit, meine Erwartungen mitzuteilen

Je bewusster wir unsere Erwartungen erkennen und kommunizieren können, desto wahrscheinlicher ist es, dass wir eine gesunde, sich weiter entwickelnde Beziehung aufbauen. Wenn wir uns unwohl fühlen, weil wir keine gute Gegenleistung für unsere emotionale Investition erhalten, sollten wir uns fragen, was wir brauchen, aber nicht bekommen. Erst dann können wir unsere Bedürfnisse so zum Ausdruck bringen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass sie erfüllt werden, maximiert wird. Dazu gehört auch, dass wir uns anhören, was die andere Person braucht, und bereit sind, zu verhandeln.

Aber wer voll und ganz auf die Kraft der Liebe setzt, lässt gar nicht zu, dass sich giftige Emotionen ansammeln, die das Herz einengen. Richten wir unseren Blick auf das liebevolle Wesen, das wir sein können und das wir als Partnerin oder Partner verdienen! Es ist die Weisheit unseres Herzens selbst, die uns zu solch höchsten Ausdrucksformen der Liebe führt.

 


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9 der Kommentare

  1. Lilly Serafina-
    13 Januar 2022 at 17:35

    Das mit dem Entschuldigen finde ich ein ganz wichtiger Hinweis. Danke. Dazu möchte ich jedoch noch anmerken: man kann sich beim gegenüber eigentlich nicht selbst „entschuldigen“. Man kann nur um Entschuldigung bitten… Das ist im Sprachgebrauch ein so kleiner Unterschied, doch ist im Bitten darum eine ganz andere Dynamik / Energie drin und diese Bitte um Entschuldigung auszusprechen fällt viel schwerer – kommt aber beim Gegenüber ganz anders an. Ich habe das schon so oft festgestellt.

  2. Loraine Bauer-
    12 Januar 2022 at 18:56

    Wichtige Gedanken und Zusammenfassung für ein respektvolles besseres Miteinander – wo man einander bewusst sieht und lebt
    Gelassener da Erwartungshaltungen kleiner werden und die Gegenwart wie Sinn und Liebe deutlicher ins Wir einfließen

  3. 12 Januar 2022 at 18:55

    Wer denkt: ‘Ich habe einen Partner, der nicht zuhören kann.’ kann z.B. mal in sich gehen, ob man selbst IMMER und bei JEDEM Thema zuhört. Ich denke auch oft so und bin dann frustriert, enttäuscht und wütend. Muss aber zugeben, dass ich auch bei (für mich) langweiligen Themen oft nicht richtig zuhöre. Bei Details des Arbeitsalltags (Bsp: ‘dann musste ich 10000tel einstellen und dann ist das Werkzeug abgerutscht und es waren keine Vorrichtungen da…’) schalte ich zum Teil ab, bei Gesprächen über die Schönen und Reichen, Prominente etc. wechsele ich das Thema, weil es mich nicht interessiert… Und mein Mann hört eben nicht richtig zu, wenn ich ihn mit (für ihn) langweiligen Themen konfrontiere.

    Ich denke, es gibt keinen Menschen, wo 100% Übereinstimmung vorhanden ist. Meine Freundin kann nicht mit Geld umgehen – das juckt mich nicht weiter. Eine andere Freundin ist extrem unstrukturiert- das juckt mich nicht weiter. Mit beiden kann ich wunderbar reden und mich inspirieren lassen. Hätte ich einen Mann, der nicht mit Geld umgehen könnte oder furchtbar unstrukturiert wäre, würden mich weder die guten Gespräche noch die Inspiration interessieren, ich wäre wegen Geld und Chaos unglücklich…

    Mein Mann ist introvertiert und kann nicht zuhören, denken und reden. Das muss erst mal sacken, dann denkt er und ggf. redet er dann (wenn ich dann nicht schon 5 Themen weiter bin…). Ich kann zuhören, denken und reden und bin deshalb dennoch kein besserer Mensch. Er kann auch einige Dinge besser als ich und ist deshalb auch kein besserer Mensch.

    Es ist einfach okay, dass jeder ein bisschen anders ist und jeder andere Stärken, Schwächen, Vorlieben und Abneigungen hat. Jeder möchte mit seinen Schwächen und Abneigungen geliebt werden – und keiner hat nur Stärken und Spannende Vorlieben.

  4. Vicky Buchmann-
    12 Januar 2022 at 17:50

    Ich möchte die Videos so gern original hören.
    Ist das auch möglich?
    Die Texte lese ich auch auf deutsch gern.

    Vielen Dank
    Vicky Buchmann

  5. Friederike Schäfer-
    12 Januar 2022 at 16:31

    @Stephanie: Genauso geht es mir, ich kann es dir gut nachfühlen.

  6. Stephanie Pinato-
    12 Januar 2022 at 14:49

    Es ist nicht immer einfach, den Spiegel im Partner zu erkennen. Viele meiner Frustrationen entstehen aus einer Erwartungshaltung.
    Ich habe einen Partner, der nicht zuhören kann. Somit ist es sehr unbefriedigend für mich, ein Gespräch zu führen. Viele der beschriebenen Positionen sind hilfreich.

  7. Stefan Hölzl-
    12 Januar 2022 at 12:59

    Sehr schön geschrieben, danke!

  8. 12 Januar 2022 at 12:57

    Aber irgendwie gehört „richtiges“ Streiten auch mal dazu! Es ist nicht immer alles eitel Sonnenschein. Solange man es schafft sich auch wieder zu versöhnen. Das ist meiner Meinung nach eines der wichtigsten Dinge: dass man sich entschuldigen kann!

  9. Elvira's BigBangChange Moments-
    12 Januar 2022 at 11:48

    Sehr schöne Zusammenfassung fürs bessere Miteinander und Füreinander

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