Wie Dankbarkeit die Gesundheit fördert

Von Deepak Chopra


Das Wissen um die Verbindung zwischen Geist und Körper ist schnell erwachsen geworden. Wir haben das Anfangsstadium hinter uns gelassen, in dem die Forscher noch beweisen mussten, dass unsere Gedanken unseren Körper beeinflussen. Die nächste Phase konzentrierte sich darauf, wie uns toxische mentale Muster schaden können. Jetzt ist eine neue Phase angebrochen, in der die „positive Psychologie“ im Mittelpunkt steht. Dankbarkeit ist das perfekte Beispiel für positive Psychologie.

In einer Studie aus dem Jahr 2003 führte eine Gruppe von Probanden zehn Wochen lang ein persönliches Tagebuch, in dem sie ihre Stimmung, ihre körperliche Gesundheit und andere Faktoren, die zum Glücklichsein beitragen, bewerteten. Fünf Probanden wurden aufgefordert, täglich Dinge zu beschreiben, für die sie dankbar waren, während die anderen fünf über ihre Probleme Tagebuch führen sollten.

Nach zehn Wochen war völlig klar, dass die „Dankbarkeitsgruppe“ weniger gesundheitliche Beschwerden aufwies als die „Problemgruppe“ und sogar sportlich aktiver war. Ähnliche Studien haben gezeigt, dass sich die Emotionen von chronisch Kranken verbessern, wenn sie sich auf eine „Haltung der Dankbarkeit“ konzentrieren, anstatt sich negativ zu fühlen. Ebenso führt Dankbarkeit zu einem niedrigeren Spiegel von Stresshormonen.

Nun, da wir wissen, dass Dankbarkeit gut für uns ist, reiht sie sich in die Liste der Dinge ein, die wie Liebe und Empathie eine biochemische Veränderung im Körper bewirken. Da Dankbarkeit eine geistige Aktivität ist, ist es ein starkes Ergebnis zu zeigen, wie etwas völlig Unkörperliches die körperliche Aktivität des Gehirns verändern kann. Die allgemeine Lehre daraus ist, dass das Gehirn auf positiven Input reagiert und lebensfördernde Botschaften an jede Zelle im Körper sendet.

Aber wie können wir die Kraft der Dankbarkeit im eigenen Leben aktivieren?

Drei Stufen von Dankbarkeit

Es gibt drei Stufen der Dankbarkeit, von denen jede effektiver ist als die vorherige. Diese sind:

  1. Dankbarkeit für die guten Dinge im Leben
  2. Dankbarkeit gegenüber den Menschen, die unser Leben besser gemacht haben
  3. Annahme neuer Verhaltensweisen als Ergebnis der Interaktion mit denjenigen, die uns geholfen haben

 

Stufe 1

Alle von uns haben die erste Phase erlebt – wir haben uns dankbar gefühlt, dass etwas Gutes passiert ist, oft im Zusammenhang mit einer Bedrohung wie einer Krankheitsdiagnose, die sich als falscher Alarm herausstellte. Damit dieses Gefühl mehr als nur ein vorübergehender Moment ist, müssen wir Dankbarkeit zu einer dauerhaften Haltung machen. Das Führen eines kurzen Tagebuchs, wie in der Dankbarkeitsstudie, reicht aus, um die gesundheitlichen Vorteile der Dankbarkeit auszulösen – das ist ein sehr guter Anfang.

Stufe 2 ist eine größere Herausforderung.

Es ist schwer, jemandem wirklich die Hand zu reichen, vor allem, weil viele Menschen denken, dass sie verletzlich werden, wenn sie sich öffnen und ihre Wertschätzung zum Ausdruck bringen. Es ist viel einfacher, im eigenen Schneckenhaus zu bleiben. Aber wenn man einem anderen Menschen seine Dankbarkeit ausdrückt, entsteht eine emotionale Bindung, und emotionale Bindung ist eines der wichtigsten Merkmale wirklich glücklicher Menschen. Einige der frühesten Studien zum Thema Körper und Geist haben gezeigt, dass Einsamkeit und Isolation – das genaue Gegenteil von Bindungen mit anderen – zu einer schlechteren Gesundheit und einem höheren Sterberisiko führen. Jetzt ist es an der Zeit, den Fokus umzukehren und die positive Seite der Gleichung zu betonen, indem wir die emotionale Bindung ganz oben auf die Liste der Selbstfürsorge setzen.

Stufe 3 ist die stärkste, weil sie die Zukunft der Menschen verändert.

Wenn Dankbarkeit dazu führt, dass wir mehr Mitgefühl zeigen, weniger urteilen und das Leben an sich mehr schätzen, schaffen wir die Voraussetzungen für jahrelange positive Veränderung. Indem Dankbarkeit sozusagen zur Standardeinstellung wird, teilen wir unserem Gehirn mit, dass positiver Input den negativen bei weitem überwiegt. Denn gemischte Signale führen zu gemischten Ergebnissen.

Es liegt auf der Hand, dass der Weg der Dankbarkeit einer der natürlichsten Wege zur Ganzheit ist, weil er sich fast mühelos auf allen Ebenen auf Körper, Geist und Seele auswirkt. Probiere es einfach aus!


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11 der Kommentare

  1. Deepak Chopra Team Ulrike-
    29 Dezember 2021 at 22:45

    das hast Du deinem Interesse zu verdanken ! Namaste

  2. Deepak Chopra Team Ulrike-
    29 Dezember 2021 at 22:43

    Vielen Dank für deine schönen Worte.

  3. Deepak Chopra Team Ulrike-
    29 Dezember 2021 at 22:41
  4. Angelika Zaeske-
    27 Dezember 2021 at 16:01

    Ich bin dankbar für mein Leben!
    Hier nun zu leben, meine Kinder mit Familien, dass ich meine Arbeit mit Menschen von ganzem Herzen leben kann, meine gleichgesinnten Freunde.
    Ich bin dankbar, dass ich ein warmes Zuhause habe und zu essen.
    Vor allem auch die Möglichkeit einer Krankenkasse und Ärzten, was ich als nicht selbstverständlich in anderen Teilen der Welt erlebt habe.

  5. Sigrid Paulus-
    23 Dezember 2021 at 19:21

    Ich bin sehr dankbar für die wundervollen Anregungen, über Deepaks Meditationen und Vorträge über mich und mein Leben neu nachzudenken. Durch all das kann ich nun DANKE sagen, dass ICH BIN…

  6. Birgit Schaffer-
    22 Dezember 2021 at 19:56

    Ich bin dankbar für jeden neuen Tag in meinem Leben, denn das ist für mich nicht selbstverständlich. (Ich war schon sehr krank)
    Ich bin dankbar für meinen tollen Mann, der mit mir seine kostbare Lebenszeit verbringt.
    ich bin sehr dankbar 2 wunderbaren Kindern das Leben geschenkt zu haben, die ihren eigenen Weg gehen werden.
    Ich bin meinen Eltern sehr sehr dankbar, weil sie mir dieses Leben ermöglicht haben.
    Ich bin sehr guten Freunden dankbar, weil sie immer für mich da sind.
    Ich könnte noch ewig weiter schreiben…..

  7. Susanne Hofmann-
    22 Dezember 2021 at 18:51

    ich bin dankbar für jeden Schritt, der mich aus dem Ego herausführt und mich erkennen läßt, was wirkliche Fülle ist. Auf diesem Weg weiß ich ,dass ich mich selbst heilen kann. Dafür bin ich unendlich dankbar.

  8. Andrea Hofmann-
    22 Dezember 2021 at 11:06

    Ich bin dankbar für jeden Schritt, den ich schaffe, ohne meinen geliebten Schatz, der in diesem Jahr von mir gehen musste … und für all die guten Herzen, die mich in dieser schweren Zeit begleiten und unterstützen.
    DANKE!

  9. Ella Gabriele Mohr-
    22 Dezember 2021 at 11:00

    Gestern habe ich mich unglaublich über meine Private Krankenkasse aufgeregt, sodass ich sogar Luftnot bekam. Wie gesagt…ich habe m i c h aufgeregt und geärgert, bin total wütend geworden…über Nacht , auch mit Hilfe von Meditation wurde ich ruhiger und dann flatterte mir Deepaks Brief über die Dankbarkeit ins Postfach…da kann ich nur sagen DANKE ! für den Hinweis, ich bin dankbar, dass mir so schnell klar geworden ist, dass ich mich dahinein gesteigert habe und ich mich genauso schnell wieder daraus lösen kann. Meditation hilft im Leben und das habe ich hier gelernt. Mein großer Dank geht an Deepak, Pujachristina und das ganze Team!

  10. Monika Schmidt-
    22 Dezember 2021 at 8:39

    Ich bin dankbar für meine Familie, meine warme Wohnung, dass ich genug zu Essen habe und dafür, dass ich in einem Land wohne, in dem ich frei bin und meine Meinung ohne Angst äußern kann. Danke für die Mail heute Morgen, lieber Deepak, die mir das alles nochmal bewusst gemacht hat.

    Viele Grüße und schöne Feiertage!

  11. Michael Bender-
    22 Dezember 2021 at 8:29

    Ich bin dankbar dafür, das mich dieser Artikel erreicht hat. Ich bin seit 21/2 Jahren auf „meinem“ neuen Weg zur Ganzheit. Das erfolgt in kleinen Schritten und daher bin ich für jeden Ansatz dankbar. Das habe ich heute Morgen gebraucht

    Herzliche Grüße
    Michael Bender

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