Wie wir unseren Frieden in unsicheren Zeiten bewahren können

Von Gabrielle MarcheseChopra Center 


Wie wir unseren Frieden in unsicheren Zeiten bewahren können

Unsere äußeren Umstände verändern sich während des gesamten Lebens. Beziehungen, Arbeit, Gesundheit werden sich unweigerlich auf eine Weise entwickeln, auf die wir teilweise wenig oder gar keinen Einfluss haben. So erleben wir alle Zeiten, in denen uns die Schwierigkeiten des Lebens nahezu überwältigen. Aber die Kultivierung von Gelassenheit und Verbundenheit mit sich selbst ermöglicht es, durch die Höhen und Tiefen des Lebens zu navigieren und jederzeit in einen Zustand des Friedens zurückzukehren.

Wenn wir eine tiefe Verbindung zu unserer Mitte haben, wird Frieden zu unserer Standardeinstellung. Egal, was das Leben uns gerade vor die Füße wirft und welches Spektrum an Emotionen wir erleben, es gibt eine ruhige Unterströmung, zu der wir immer zurückkehren können. Aber wie bleiben wir in unserer Mitte, wenn die äußeren Umstände unbeständig und unsicher sind? Mit einer Reihe bewusster Praktiken und Zeit, die wir der Erdung und Pflege unseres inneren Friedens widmen, können wir diesen Zustand schnell und einfach erreichen. Natürlich wird es Zeiten geben, in denen sich der Zugang zum Frieden herausfordernd anfühlt, aber wenn wir uns bewusst mit uns selbst verbinden, können wir lernen, unsere emotionalen Wellen im Vertrauen darauf zu reiten, dass diese Zeiten vorübergehen werden. Hier haben wir einige wirkungsvolle Methoden zusammengestellt, um sich unabhängig von den äußeren Umständen zentriert und in Frieden zu fühlen.

Stabilität durch Gewohnheiten und Rituale

Im Ayurveda lautet der Sanskrit-Begriff für tägliche Routine Dinacharya. Eine tägliche Routine wird in der ayurvedischen Tradition hoch angesehen. Gute Gewohnheiten und Rituale unterstützen zusammen mit gesunder Ernährung unser Wohlbefinden. Auch in sehr unsicheren Zeiten wie diesen wirkt eine gewisse Routine unglaublich erdend und kann so unseren inneren Frieden unterstützen. Fangen wir im Kleinen an, indem wir eine Praxis oder ein Ritual finden, bei dem wir uns wohl und mit uns selbst verbunden fühlen, und führen wir es jeden Tag auf dieselbe Weise durch. Am besten ist eine Morgen- oder Abendroutine, die aus ein oder zwei Praktiken besteht, die uns ein Gefühl der Nährung geben, wie z. B. Tee trinken, ein Ölkur machen, Spazierengehen oder Tagebuch schreiben. Eine feste Routine hilft, uns stabil und gestärkt zu fühlen, und gibt unserem Tag eine Struktur. Das ist besonders hilfreich, wenn sich die äußeren Umstände ändern.

Verbindung mit dem Körper

Unser Körper birgt eine tiefe angeborene Weisheit und ist die Heimat unserer Intuition. Viele von uns verbringen viel mehr Zeit in ihrem Kopf als in ihrem Körper und nutzen den denkenden Verstand, um ihr Leben zu steuern, anstatt zu fühlen und präsent zu sein. Die bewusste Verbindung mit unserem Körper kann uns helfen, geistige Ruhe und Klarheit zu schaffen, die es uns ermöglichen, im gegenwärtigen Moment zu leben.

Die Verbindung mit dem Körper kann auf jede Art und Weise hergestellt werden, die uns das Gefühl gibt, ganz präsent zu sein, und bei der wir uns mehr auf das körperliche Empfinden als auf mentales Geplapper konzentrieren. Achtsame Bewegung ist ein kraftvoller Weg, sich mit dem Körper zu verbinden. Langsame Spaziergänge im Freien, sanftes Yoga, Pilates und Qi Gong sind wunderbare Möglichkeiten, um unseren Körper zu nähren und mit ihm in Verbindung zu treten. Auch der Atem ist eine hervorragende Möglichkeit, sich mit dem Körper zu verbinden. Die Meditation über das Gefühl des Atmens kann uns helfen, unseren Geist in die Gegenwart zu bringen. Abhyanga oder eine ayurvedische Massage mit warmem Öl kann helfen, den Geist zu beruhigen und unser Bewusstsein auf die Empfindungen im Körper zu lenken. Den ganzen Körper mit warmem Sesamöl einzucremen hilft dabei: etwa 15 Minuten lang in abwärts gerichteten Bewegungen, wobei wir bei den Füßen beginnen und uns nach oben vorarbeiten sollten. Achte auf die Empfindungen, die diese Selbstmassage im Körper hervorruft.

Zeit für Ruhe

Wenn sich unsere äußeren Umstände verändern, kann sich das Leben laut und überwältigend anfühlen. Wenn wir diesen Lärm der Außenwelt jedoch ausblenden und uns in die Stille zurückziehen, können wir uns mit unserer Intuition und unserem höheren Wissen verbinden. Dafür sollten wir täglich bewusst Momente der Stille schaffen, Momente, in denen wir uns entspannen, durchatmen und mit uns selbst in Verbindung treten können. Diese Stille kann durch eine strukturierte Meditationspraxis, durch Zeit in der Natur oder durch Gebet und Kommunikation mit dem Universum oder einer höheren Macht erreicht werden. Es gilt einfach nur, eine Zeit und einen Ort zu finden, an dem wir uns hinsetzen können, um alles zur Ruhe kommen zu lassen und Geist und Körper zu beruhigen.

Erschaffe einen heiligen Ort

Unser physischer Raum kann entweder ein Katalysator für unseren Frieden und unsere Heilung sein oder Chaos in unserem Geist und Körper verursachen. Unordnung oder chaotische Umgebungen können in unserem Geist und Körper Unbehagen auslösen, ohne dass wir es überhaupt bemerken. In unsicheren Zeiten ist es wichtig, dass wir das Gefühl haben, einen sicheren Ort zu haben, an den wir uns zurückziehen können, einen Ort, der sich heimisch anfühlt, der uns nährt und unterstützt. Das kann ein ganzes Haus sein oder auch nur ein Raum darin. Dieses Refugium gilt es immer aufgeräumt und sauber zu halten, ein paar Blumen oder Pflanzen helfen dabei, den Raum optisch ansprechend zu gestalten. Auch Kerzen strahlen beruhigende Düfte und Wärme aus. Mach viele kleine Schritte, um den Raum so zu gestalten, dass er sich für dich sicher anfühlt und dir auch in unsichersten Zeiten ein Gefühl von Schutz und Geborgenheit gibt.

Wir haben einen Strom des Friedens, der Liebe und der Vitalität, der jederzeit in uns fließt; es geht nur darum, den Geist so zu klären, dass wir Zugang zu diesem Ort haben. Wenn wir uns bewusst Momente des Tages nehmen, um zu uns selbst zu kommen, bleiben wir mit unserer Mitte verbunden und lassen unseren inneren Frieden nicht mehr von der Welt um uns herum erschüttern.


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Kommentar

  1. Heike Berude-
    27 März 2022 at 8:30

    Die Erschaffung des heiligen Ortes ist wirklich ein wahrer Segen.

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