Von Ulrike Lerch – Zertifizierter Ausbilderin der Chopra Global Center


Immer mehr Menschen entdecken die wertvollen Auswirkungen der Meditation und viele begleiten ihren Alltag auch mit einer regelmäßiger Yogapraxis.

Was suchen oder besser gesagt was finden diese Personen, jeglichen Alters, hier?

Als Yogalehrerin hatte ich die Möglichkeit, diese zunehmende Tendenz schon während der Pandemie beobachten zu können. Eine kollektive Bewusstseinsveränderung war und ist immer noch einer der Hauptgründe für diese Suche nach dem Ort unserer inneren Stille , die uns Geborgenheit und ein anhaltendes, wenn nicht sogar wachsendes Gefühl der emotionalen Stabilität vermittelt.

Yoga wird zunächst als eine Form der Bewegung unseres Körpers gesehen und das ist es auch im ersten Moment. Durch das bewußte Synchronisieren von Atmung und Bewegung erleben wir während der Yogastunde, Augenblicke der körperlichen Entspannung, die sich unmittelbar auf unseren geistigen Zustand übertragen. Genauso ergeht es uns nach einer tiefergehenden Meditation. Wir fühlen uns wie neugeboren, sind voller Energie und manchmal fällt es uns sogar schwer, den Übergang in unseren Alltag zu finden, in dem wir so schnell wieder von den anstehenden Anforderungen mitgerissen werden und unsere Aufmerksamkeit nur noch den vielen Terminen gewidmet werden.

Durch regelmäßiges Meditieren lernen wir es, diesen manchmal schroffen Übergang in den hektischen Alltag, als den Übergang aus einer anderen Bewußtseinseben zu erkennen, in der wir uns freier und unbeschwerter fühlen, da wir während eine tiefen Meditation oder einer intensiven Yogastunde mit unserem inneren Selbst in Verbindung treten.

Geist und Körper sind eng miteinander verbunden

Wenn es uns nicht gelingt eine starke körperliche Anspannung zu lösen, liegt das unter Umständen an einem Gedanken, der tief in uns festsitzt und uns “unlösbar” erscheint.

Wir drehen uns im Kreis und kommen aus diesem Kreislauf scheinbar nicht heraus. Wenn sich dann noch die um uns befindliche Gesellschaft in einer unsicheren, vielleicht auch nur “anderen “, ungewohnten Situation befindet, belastet uns dieses kollektive Bewußtsein zusätzlich und die äußere Welt ist kein befriedigender und sicherer Zufluchtsort mehr.

Wenn der Geist in der Meditation zur Ruhe kommt, tut dies auch der Körper

Während der Meditation wiederholen wir das Mantra, und der Geist kommt zur Ruhe. Dies führt dazu, dass sich der Körper beruhigt und ausruht.

Wenn der Körper zur Ruhe kommt, erreicht er eine tiefe Ebene der Regeneration, die das Gleichgewicht wiederherstellt. Durch diesen Ruhezustand wird ein Teil des Stresses abgebaut, was den Körper dazu veranlasst, aktiver zu werden – was wiederum den Geist dazu veranlasst, aktiv zu werden. Die geistige Aktivität äußert sich in der Entstehung von Gedanken. Es ist daher ganz natürlich, dass manchmal Gedanken auftauchen, während wir meditieren.

Das Wechselspiel zwischen Stille und Gedanken ist ein natürlicher Teil des Meditationsprozesses

Dieser Austausch der Gelassenheit und Ruhe kann aber auch im umgekehrten Ablauf stattfinden, und vom Körper auf den Geist übertragen werden. Während der fließenden Bewegung einer Yogaposition widmen wir unsere Aufmerksamkeit voll und ganz der Synchronisierung von Atmung und Bewegungsablauf. Dabei verblassen die kontinuierlichen Gedankenströme und wir erleben Momente der inneren Stille.

Sicherlich habe viele von uns ein ähnliches Erlebnis beim Spazierengehen oder Wandern in der Stille der Natur schon erlebt.

Der indische Gelehrte Patanjali, der auch als “Vater des Yoga” bezeichnet wird, ist der Verfasser des “Yogasutras”, des klassischen Leitfadens des Yogas, ein Buch das aus 195 Sanskrit-Versen, in vier Kapiteln eingeteilt ist , in welchen Patanjali in hochkonzentrierter Form die Essenz des Yoga Weges zusammenfasst.

Patanjali beginnt diesen umfangreichen Text mit einer wesentlichen Aussage, die er bewußt an erste Stelle setzt: „yogaś citta vṛtti nirodhaḥ

Yoga ist die Erkenntnis, die wir haben, wenn unser Geist still und ausgeglichen ruht

Unser Geist kann Unterschiedliche Qualitäten annehmen, die uns jeweils entsprechend beeinflussen. Wir können aber die Art und Weise, wie der Geist wirkt, beeinflussen. Und genau das geschieht, indem wir uns während der Meditation in den Bereich begeben, der zwischen einem und dem nächsten Gedanken befindet. Es sind Augenblicke, wahren Seins, in der wir unserer Seele begegnen, die uns ein Gefühl der Geborgenheit und der unbegrenzten Möglichkeit ermöglichen.

Namasté

Ulrike Lerch
Chopra Meditations Ausbilderin

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Hier ist der nächste Kurs von  Ulrike Lerch, Zertifizierter Ausbilderin der Chopra Global Center.

Erhalte dein persönliches Mantra und lerne die Grundlagen der Urklangmeditation durch unsere Chopra-Meditationsprogramme kennen.

ulrike lerch

 


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