Zehn ungewöhnliche Wege, Dankbarkeit zu praktizieren

Von Charlotte Winters  – Chopra Center 


Eine tägliche Dankbarkeitspraxis ist vielleicht das schnellste, einfachste und auf jeden Fall billigste Mittel, um Glück zu kultivieren. Aber was soll ich tun, wenn mir kaum noch etwas einfällt, das ich in mein Dankbarkeitstagebuch scheiben kann? Oder wenn ich gar nicht weiß, wie das überhaupt geht, Dankbarkeit zu praktizieren? Wo soll ich anfangen?  Hier sind zehn originelle Möglichkeiten, Freude und Zufriedenheit im Leben neu zu entfachen.

  1. Drei Dinge am Tag

Wenn wir jeden Abend die Ereignisse des Tages in einem Tagebuch festhalten, sollten wir unbedingt auch drei Dinge aufschreiben, die an diesem Tag passiert sind und für die wir dankbar sind. Das kann alles Mögliche sein, z. B. das schöne Wetter zu genießen, den Verkehr auf dem Heimweg zu vermeiden, mit dem Hund länger als sonst spazieren zu gehen.  Die Leichtigkeit, Einfachheit und Wärme, die wir durch diese Übung erhalten, sind unvergleichlich.

  1. Dankbarkeit von A bis Z

Probleme einzuschlafen? Erstelle beim nächsten Mal doch einfach im Geiste eine Liste von A bis Z mit Dingen, Menschen und Erfahrungen, die du liebst. Du wirst sehen, wie schnell du so zu Ruhe und erholsamem Schlaf kommst.

  1. Zeichne ein Dankbarkeitsportrait

Ein weiterer Trick gegen Schlaflosigkeit besteht darin, an etwas Schönes zu denken, und an all die Erinnerungen, die mit dieser Person, Sache oder Begebenheit verbunden sind. Persönlich habe ich diese Übung sehr oft als äußerst hilfreich empfunden, um meinen unruhigen Geist in den Schlaf zu bringen.

  1. Erstelle eine Dankbarkeitstafel

Eine Dankbarkeitstafel erinnert uns in Bildern daran, welche Menschen, Orte, Dinge und Erfahrungen in unserem Leben für Glück sorgen. Im Gegensatz zu einer Visionstafel konzentriert sich eine Dankbarkeitstafel jedoch auf die gegenwärtige Fülle und nicht auf zukünftige Sehnsüchte. Auf Pinterest gibt es kostenlos die Möglichkeit, eine solche Tafel (Gratitude Board) zu erstellen…

  1. Stell den Bucket auf den Kopf

Es hat sich mittlerweile eingebürgert, eine so genannte Bucket List mit coolen, gewünschten, aber noch nicht gemachten Erfahrungen zu führen. Aber was ist eigentlich mit den Dingen, die wir bereits erreicht haben? Erstelle daher eine „umgekehrte“ Bucket List, um dich an diese Schätze zu erinnern und dein Gefühl der Zufriedenheit mit bereits Erreichtem zu steigern.

  1. Sieh das Positive

Wenn du feststellst, dass sich Negativität in dieser Weihnachtszeit wie eine Schneewehe auftürmt, nimm Stift und Papier und ziehe eine Linie in der Mitte des Blattes. Erstelle dann auf der linken Seite eine nummerierte Liste mit all den Dingen, die dich im Moment stören.

Zum Beispiel:

1) Meine Schwester hat mich immer noch nicht zurückgerufen;

2) Mein Chef schikaniert mich usw.

Drehe danach auf der rechten Seite jede Beschwerde um, um zu sehen, ob du die Sache auch in einem positiven Licht sehen könntest. Zum Beispiel: 1) Ich habe eine gesunde Schwester, die mich liebt. 2) Ich habe einen Job, von dem ich die Rechnungen bezahlen kann und der mir auch viel Freizeit lässt usw. Auf diese Weise trainierst du dein Gehirn, das Positive zu sehen. Und wer weiß, vielleicht finden sich tatsächlich in jeder, auch augenscheinlich schlechten Situation Elemente, die auch nützen, statt nur zu schaden.

  1. Augen auf für Dankbarkeit (im Geiste)

Gestresst? Dann schließe doch einfach mal die Augen. Stell dir dann den Raum um dich herum vor und achte darauf, wie viele Dinge du vor deinem geistigen Auge sehen kannst, für die du dankbar bist. Das kann alles Mögliche sein (je einfacher, desto besser). Überlege danach, wie dein Leben ohne diese Dinge aussehen würde oder ausgesehen hat. Öffne nun wieder die Augen und nimm dir einen Moment Zeit, um alles so zu schätzen, wie es ist.

  1. Dankbarkeit mit allen Sinnen

Schließe die Augen und prüfe, ob du den aktuellen Anblick, die Geräuschkulisse, den Geschmack in deinem Mund, den Geruch der Luft sowie die Beschaffenheit der Dinge, die dich berühren, in diesem Moment identifizieren kannst. Fahre dann fort und erkunde  deine Wertschätzung für jede dieser Empfindungen. Dies ist eine gute Übung, wenn du dich an einem ungewöhnlichen Ort befindest und Stress fühlst.

  1. Das Dankbarkeitsspiel

Dieses Spiel wird am besten in Gruppe gespielt. Es beginnt damit, dass die erste Person etwas nennt, für das sie dankbar ist, z. B. „Familienzeit“. Die nächste Person springt ein, nimmt den letzten Buchstaben des Wortes – in diesem Fall „t“ – und nennt etwas, wofür sie dankbar ist, z. B. „Tomatensuppe“…

  1. Geize nicht mit Komplimenten

Ein von Dankbarkeit erfülltes Herz fließt über. Schätze die Menschen um dich herum, insbesondere all jene im Dienstleistungsbereich, die dein Leben angenehmer machen. Sprich jedoch nur echte Komplimente aus, Floskeln werden als solche erkannt und überhaupt nicht geschätzt… So, das waren meine zehn Dankbarkeitsstützen. Ganz gleich, ob du nur eine oder alle diese Übungen durchführen möchtest, du wirst auf jeden Fall mehr Wertschätzung für die kleinen Dinge im Leben entwickeln und feststellen, dass es genau die kleinen Dinge sind, die unser Leben groß machen.

 


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Und du? Für welche große oder auch kleine Sache bist du sehr dankbar? Wir freuen uns über Kommentare! Vielleicht hat auch jemand Lust, das Dankbarkeitsspiel zu beginnen…

 

23 der Kommentare

  1. Maria Cisternino-
    12 Januar 2022 at 17:23

    Ich bin dankbar für diesen Artikel und für die Menschen die dafür sorgen, daß es in die Welt getragen wird.
    Danke

  2. Michaela Aggelidis-
    2 Januar 2022 at 15:08

    Ich bin sehr dankbar für alles, was in meinem Leben geschehen ist, für alles, was gerade geschieht und für alles, was zukünftig kommt!!!

    Vielen Dank, lieber Deepak Chopra!!!

  3. Manuela Mulcahy-
    1 Januar 2022 at 20:08

    Ich bin für vieles dankbar, meine Kinder, Haustiere, Gesundheit, Job, das lächeln eines Fremden, das Strahlen & Lachen eines Kindes, wenn die Sonne mich wärmt, das ich diese Seite entdeckt habe, meinen Glauben an das Gute, meine Freunde….

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